Düsseldorf, 18. September 2025 – Die Hauptversammlung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker erwartet eine rasche Umsetzung des Koalitionsvertrages. In einer am heutigen Donnerstagvormittag beschlossenen Resolution fordern die Delegierten der Kammern und Verbände das Bundesgesundheitsministerium zu Nachbesserungen bei seinen Reformplänen auf. Nina Warken, Bundesministerin für Gesundheit, hatte bei der Eröffnung des Deutschen Apothekertages in Düsseldorf ihren Fahrplan für eine Apothekenreform vorgestellt. In den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums sind unter anderem Kompetenzerweiterungen für Apothekerinnen und Apotheker vorgesehen. Die im Koalitionsvertrag angekündigte Honorarerhöhung müsse jedoch auf „Wiedervorlage“ gestellt werden, hatte Warken gesagt.
Die dazu ohne Gegenstimmen von den mehr als 300 Delegierten in Düsseldorf angenommene Resolution lautet wie folgt:
„Die Hauptversammlung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker greift das Angebot zum Dialog von Frau Gesundheitsministerin Warken auf und erwartet Nachbesserungen an den vorgestellten Eckpunkten.
Sie fordert die Bundesregierung und die Fraktionen der CDU/CSU und SPD auf, die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag unverzüglich umzusetzen: eine sofortige Erhöhung des packungsbezogenen Honorars für öffentliche Apotheken als Soforthilfe gegen das Apothekensterben. Ebenso fordern wir eine klare Ablehnung der Idee einer ‚Apotheke ohne Apotheker‘.
Wir erwarten von der Bundesregierung Verlässlichkeit, besonders in Zeiten großer Herausforderungen für unser Gesundheitssystem. Nur durch starke Apotheken vor Ort und eine stabile, wohnortnahe Arzneimittelversorgung können diese bewältigt werden.“
Weitere Informationen unter www.abda.de
Ansprechpartner:
Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, b.rohrer@abda.de
Christian Splett, Stv. Pressesprecher, 030 40004-137, c.splett@abda.de
Berlin, 3. März 2026 – Neuer Rekord: Im Jahr 2025 gingen bei der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) insgesamt 11.154 Verdachtsmeldungen zu Arzneimittelrisiken, wie Qualitätsmängel oder Nebenwirkungen, ein. Diese stammten aus 4.978 verschiedenen (Krankenhaus‑)Apotheken.
Berlin, 27. Februar 2026 – Der Bundestag hat am heutigen Freitag in Erster Lesung über das von der Bundesregierung geplante Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) beraten.
Berlin, 23. Februar 2026 – Alle Bürgerinnen und Bürger – darunter die täglich drei Millionen Kundinnen und Kunden in den Apotheken vor Ort – können ab sofort eine Online-Petition gegen das Apothekensterben und für eine zukunftsfähige Arzneimittelversorgung unterzeichnen. Unter dem Titel „Apothekensterben stoppen – Koalitionsvertrag jetzt umsetzen!“ hat die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf der Plattform OPEN PETITION eine bundesweite Abstimmung eingerichtet.