
Herzlich willkommen bei der Bremer Apothekerkammer. Wir sind die Standesvertretung der Apothekerinnen und Apotheker in Bremen und Bremerhaven. Sie sind herzlich eingeladen, auf den folgenden Seiten unsere zahlreichen Informations- und Serviceangebote kennenzulernen.
Unsere Mitglieder finden ausführliche Informationen und Termine im Mitglieder-Bereich.
Bremen, 27. August 2010 - Am 8. August hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Schweinegrippe-Pandemie für beendet erklärt. Dies aber bedeutet nicht, dass das Virus verschwunden ist. Experten schätzen, der Erreger kursiert in Form eines saisonalen Grippevirus weiter. Vor allem bei älteren Menschen, chronisch Kranken oder Schwangeren besteht erhöhte Infektionsgefahr. Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät deshalb zur Impfung gegen die saisonale Grippe, denn: Im neuen Impfstoff ist der Influenza-Stamm der Schweingrippe enthalten.
Derzeit geht die WHO davon aus, dass der H1N1-Erreger auch in der Grippesaison 2010/11 dominieren wird. Die Zirkulation anderer Influenzaviren wie der H3N2-Erreger oder aber die Influenza-B-Stämme kann aber nicht ausgeschlossen werden. Ab September dieses Jahres enthält der neue Grippeimpfstoff deshalb Komponenten gegen alle drei Viren – auch gegen den Influenza-Stamm der Schweinegrippe. „Das kann manchen verunsichern. Entweder weil er bereits geimpft ist, sich generell nicht gegen Schweinegrippe impfen lassen möchte oder Bedenken bei der Impfkombination hat“, sagt Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen.
Bei bereits gegen Schweinegrippe geimpften Personen gehen Experten davon aus, dass diese Immunität durch die neue Grippeimpfung optimiert werde. Auch die Kombination von drei verschiedenen Komponenten sei unbedenklich: Bereits in der vergangenen Saison seien viele Personen kurz nacheinander gegen Schweinegrippe und saisonale Grippe geimpft worden, ohne dass verstärkte Nebenwirkungen auftraten.
Grippeimpfung vor allem Schwangeren empfohlen
Trotz der mittlerweile vollständigen Zulassung des Pandemie-Impfstoffes Pandemrix empfiehlt die Ständige Impfkommission nur noch die Impfung gegen die saisonale Grippe. Für acht Millionen Dosen hat das Paul-Ehrlich-Institut bereits am 11. August die Freigabe erteilt. Insgesamt sind 21 Impfstoffe zugelassen: Sie unterscheiden sich in ihrer Wirkungsweise von dem pandemischen Impfstoff des vergangenen Jahres. Im Gegensatz zum damaligen Impfstoff enthielte der neue keinen Wirkverstärker, betont Klämbt. Eine Ausnahme bilde hier allerdings der Grippeimpfstoff Fluad: Dieser beinhalte nach wie vor den Wirkungsverstärker und sei für Personen über 65 Jahre entwickelt.
Insbesondere Schwangeren empfiehlt die STIKO am Robert-Koch-Institut die saisonale Influenza-Impfung. Aktuelle Zahlen zeigen, dass diese im Vergleich zu Nicht-Schwangeren einem sechsfach erhöhten Risiko ausgesetzt sind, wegen des H1N1-Erregers ins Krankenhaus eingewiesen zu werden. Der neue Impfstoff sei nun nachweislich unbedenklich für Schwangere. „In Schweden wurden Studien durchgeführt, die die Verträglichkeit des Impfstoffes trotz Wirkverstärker bei Schwangeren feststellten“, so der Gesundheitsexperte.
Schweinegrippe dürfe nach der Pandemiephase nicht unterschätzt werden, warnt Klämbt. Personen, die sich häufig in der Öffentlichkeit aufhalten, medizinisches Personal, Bewohner von Pflege- und Senioreneinrichtungen und die bereits genannten Risikogruppen sollten sich gegen die saisonale Grippe impfen lassen. Letztlich müsse jeder selbst für sich entscheiden, ob er den neuen Grippeimpfstoff befürworte oder nicht. „Wir können nur Empfehlungen geben“, so Klämbt.
Bremen, 23. Juli 2010 - Jährlich sterben in Deutschland über 1000 Kinder durch einen Unfall. Verunglückt der Sprössling, ist es für die Eltern oft nicht leicht zu entscheiden, ob sie ihn selbst behandeln können, eine Apotheke aufsuchen, einen Arzt oder einen Rettungsdienst verständigen.
Knochenbrüche, Wunden und Blutergüsse gehören zu den geläufigen Unfallfolgen im Kindesalter. Bei Ertrinkungsunfällen, Atemstillstand, Fremdkörpern in der Luftröhre und Vergiftungen sieht es allerdings anders aus. „Viele Eltern sind unvorbereitet, wissen nicht, wie sie ihrem Kind helfen sollen und reagieren unüberlegt“, weiß Christina Jäger, Apothekerin und Referentin für Kinderkrankheiten der Apothekerkammer Bremen. Dabei sei es vor allem bei diesen Unfällen wichtig, schnell zu handeln und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Das Problem: Nur wenige Eltern kennen sich in Erste Hilfe und Notfallmedizin aus.
Zahlreiche tödliche Unfälle durch Ertrinken
Dass Kinder bereits bei einem wenige Zentimeter hohen Wasserspiegel ertrinken können, ist den wenigsten bewusst. Jäger: „Über 20 Prozent der tödlichen Unfälle passieren im Wasser.“ Kinder im Alter zwischen einem und vier Jahre müssten besonders intensiv beaufsichtigt werden. Denn: Ein Ertrinkungsunfall bedeutet auch gleichzeitig ein Sauerstoffmangel. „Ist das Kind zu lange unter Wasser, kann das zu langfristigen Schäden von Organen und im schlimmsten Fall zum Tode führen“, so die Expertin. Symptome des Untertauchens können variieren und auch erst nach einigen Stunden auftreten: von Husten, rasselnde Atmung und Atemnot, über einen rasenden Puls und bläulich-gräuliche Verfärbungen, bis hin zu Bewusstlosigkeit, Herz- und Atemstillstand.
Je nach Zustand gilt es, unterschiedliche Maßnahmen zu ergreifen: Ist das Kind ansprechbar, sollten Eltern die Kleidung entfernen, das Kind abtrocknen und erwärmen. Bei Bewusstlosigkeit, aber regelmäßigem Atem, sollte es hingegen in die stabile Seitenlage gebracht werden. Bei Atemstillstand sind die Erste-Hilfe-Kenntnisse der Eltern gefordert: „Ist kein Puls tastbar, sollten diese neben einer Atemspende sofort eine Herz-Lungen-Wiederbelebung in Angriff nehmen.“ Hierbei würde das Kind auf eine harte Unterlage gelegt und 15 Herzdruckmassagen mit zwei Atemspenden wechselnd durchgeführt. In jedem Falle sollte immer zusätzlich ein Notdienst gerufen werden.
Fremdkörper nicht auf eigene Faust entfernen
Ob Murmeln, Perlen oder kleinere Bausteine – nicht selten schlucken Kleinkinder Gegenstände, die Atemwege blockieren oder gar verletzen. Atemnot und plötzlicher Husten können die Folge sein, aber auch Würgen und heiseres Sprechen. Jäger: „Auf gar keinen Fall darf der Gegenstand, sofern er nicht sichtbar ist, auf „gut Glück“ mit den Fingern ertastet werden.“ Es bestünde die Gefahr, den Fremdkörper weiter nach unten zu verschieben. Zunächst sollte der Fremdkörper weiter nach oben befördert werden, was am besten durch Husten gelinge. Passiere nichts, müsse dringend ein Notarzt verständigt werden.
Bei dringender Atemnot sollten Eltern hingegen ihr Kind über Knie oder Unterarm legen. Wichtig sei, dass der Oberkörper des Kindes herabhänge. „Atmet das Kind aus, muss zwischen die Schulterblätter geklopft werden, um das Kind zum Husten zu bringen.“ Atmete das Kind danach immer noch nicht regelmäßig, müsse eine Mund-zu-Mund-Beatmung durchgeführt werden. Auch hier gilt es, sofort den Rettungsdienst zu rufen.
90 Prozent der Vergiftungen passieren Zuhause
Kleine Kinder sind neugierig und probieren gerne aus. Sie schlucken bunte Tabletten, Zigaretten und Pilze oder probieren Reinigungsmittel und Nagellackentferner aus einer vermeintlichen Saftflasche. Viele Substanzen können Vergiftungen hervorrufen und den Gesundheitszustand des Kindes plötzlich drastisch verschlechtern. „Anzeichen hierfür sind verengte und geweitete Pupillen. Ebenso ist es möglich, dass das Kind stark schwitzt oder sich übergibt“, sagt Jäger. Ist die Haut zudem blass, rast das Herz oder schlägt es nur unregelmäßig, sollte sofort ein Notarzt informiert werden.
Eltern könnten selbst tätig werden, indem sie zunächst das Kind beruhigen und mit dem Finger versuchen, die restlichen giftigen Substanzen von Mund und Zunge zu entfernen. In telefonischer Absprache mit dem Notarzt sollte versucht werden, dem Kind in Wasser aufgelöste medizinische Kohle einzuflößen. Diese könne gegen fast alle Gifte eingesetzt werden. „Bei Vergiftungen durch Reinigungsmitteln ist ein so genannter Entschäumer wie beispielsweise der Wirkstoff Dimeticon empfehlenswert“, so die Apothekerin. Dieser werde auch bei Gasansammlungen im Magen-Darm-Trakt angewendet.
Manchmal helfe ebenfalls Erbrechen, was allerdings in keinem Falle durch ein Brechmittel ausgelöst werden sollte. Jäger: „Brechmittel können einen Kreislaufkollaps auslösen und den Atem hemmen.“ Bei Vergiftungen mit Reinigungsmitteln sollte allerdings niemals Erbrechen ausgelöst werden, ebenso wie das Kind niemals Milch zu sich nehmen sollte. „Milch kann die Aufnahme des Giftes im Körper beschleunigen – was tödlich enden kann“, warnt Jäger.
Für jeden Fall gewappnet sein
In erster Linie sei es also immer wichtig, sich in der Ersten Hilfe auszukennen. Zumindest eine Broschüre mit Erste-Hilfe-Maßnahmen und einen Zettel mit Notrufnummern sollte in jedem Haushalt parat liegen. Wichtig sei aber auch eine gute Hausapotheke. Diese sollte gängige Notfallmedikamente bei Vergiftungen enthalten, aber auch die herkömmlichen Hilfsmittel wie unter anderem Desinfektionsmittel, Kompressen, Verbände, Pflaster und Schmerzmittel.

Die Veranstaltungen am 1.12.2010 und am 26.1.2011 finden im Seminarraum des Gästehauses der Universität Bremen, Teerhof 58, 28199 Bremen statt und beginnen regulär um 20.00 Uhr c.t. .
Die Veranstaltungen werden auf das Fortbildungszertifikat der Apothekerkammer Bremen angerechnet. Eintritt wird zu den Vorträgen nicht erhoben, interessierte Gäste sind herzlich willkommen.
Am Mittwoch, den 01.12.10 findet von 19.30 -20.00 Uhr die Mitgliederversammlung der DPhG-Landesgruppe Bremen statt. Wir laden alle Mitglieder herzlich ein, daran teilzunehmen.
Dienstag 05. Oktober 2010
Frauen als Giftmörderinnen
Haus der Wissenschaft, Sandstrasse 4/5, 20 Uhr
Referentin: Dr. Erika Eikermann, Köln
Mittwoch, 01. Dezember 2010
Forensische Toxikologie in der Praxis – nicht so wie im Fernsehen!
Gästehaus der Universität Bremen, Teerhof 58, 20 Uhr c.t.
Referentin: Dr. Hilke Andresen
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Rechtsmedizin
Mittwoch 26. Januar 2011
Neue Rauschmittel von Spice bis zu Designer-Drogen:
Chemie, Pharmakologie, Metabolismus, Bioanalytik
Gästehaus der Universität Bremen, Teerhof 58, 20 Uhr c.t.
Referent: Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Hans H. Maurer
Abteilung Experimentelle und Klinische Toxikologie, Universität des Saarlandes

In Deutschland stehen laut des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) den Verbrauchern rund 59.200 zugelassene oder registrierte Arzneimittel zur Verfügung. Darüber hinaus können in einem Sonderfall Arzneimittel aus dem Ausland importiert werden. Die besonderen Voraussetzungen für den Import sin in § 73 des Arzneimittelgesetzes geregelt.
Der Artikel und den Fragebogen finden Sie im internen Bereich unter Fortbildung < E-Learning. Den Antwortbogen schicken Sie bitte bis zum 30. August 2010 an die Geschäftsstelle zurück. Wenn Sie 70 % der Fragen richtig beantwortet haben, erhalten Sie einen Fortbildungspunkt.

Bremen, 14. Juli 2010 – Rote, nässende Haut und offene Schürfstellen an Po und Oberschenkeln des Babys sind häufige Anzeichen für eine Hautentzündung, die sogenannte Windeldermatitis. Gerade
junge Mütter verwechseln diese häufig mit einer Pilzerkrankung – dem Windelsoor – und greifen vorschnell zu pilzhemmenden Salben.
Die Folge: Wird eine einfache Hautentzündung mit Anti-Pilz- Cremes behandelt, kann dies auf Dauer die Gesundheit schädigen. Eine Windeldermatitis entwickelt sich bereits durch das feuchte Klima in der Windel oder durch die Säure von Fruchtsäften. „Bei einem Windelsoor ist die bereits entzündete Haut zusätzlich mit dem Hefepilz „Candida albanis“ infiziert, den man durch kleine Blasen und Schuppen erkennt“, sagt Dr.
Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen. Während eine Dermatitis mit einer Zinksalbe behandelt werde, müsse bei einem Windelsoor auf eine pilzhemmende Creme mit dem Wirkstoff Nystatin zurückgegriffen werden. Klämbt: „Wird Nystatin bei Windeldermatitis
angewendet, fördert dies auf Dauer eine Resistenzbildung.“ Habe das Kind dann tatsächlich eine Pilzinfektion, reagiere seine Haut nicht mehr auf den pilzhemmenden Wirkstoff.
Zink- und Nystatin-haltige Salben seien rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Das verleite die Verbraucher in der Regel zur vorschnellen Anwendung der stärkeren, pilzhemmenden Variante. Dass dies langfristig das Gegenteil bewirke, sei den wenigsten bewusst. „Gerade in der Selbstmedikation ist Vorsicht geboten, denn ohne Indikation können Arzneien zu Gesundheitsschäden führen“, so Klämbt. Bei einer Eigenbehandlung sollte deshalb zunächst auf einfache Wirkstoffe – in diesem Falle Zinksalbe – zurückgegriffen werden. Helfe diese nicht, könnten sich Verbraucher in den Apotheken über mögliche Alternativen beraten lassen. Idealerweise sollte allerdings ein Arzt aufgesucht werden.
Dieser kläre ab, ob es sich tatsächlich um eine Pilzinfektion handele.

Bremen, 16. Juni 2010 - Dem Nachwuchs „auf die Sprünge helfen“ – das ist bis Ende Dezember das Ziel der Apotheken in Bremen und Bremerhaven. Mit der Aktion „Pharmazie – Genau mein Ding“ beteiligen sie sich an der bundesweiten Offensive gegen Apothekermangel. Auftakt der Initiative ist der „Tag der Apotheke“: Ab Donnerstag, 17. Juni, können sich alle Interessierten rund um das Pharmaziestudium und das Berufsbild des Apothekers im Internet informieren und Angebote in direkter Umgebung wahrnehmen.
„In Bremen suchen derzeit 15 Apotheken studierte, also approbierte Mitarbeiter – allerdings ohne Erfolg“, sagt Dr. Isabel Justus, Geschäftsführerin der Apothekerkammer Bremen. Es gäbe keinen einzigen Apotheker, der diese Stellen besetzen könnte. Justus: „Wir hoffen deshalb, mit der geplanten Initiative viele angehende Studierende für das Berufsfeld des Apothekers begeistern zu können.“ Auf der Website www.studier-pharmazie.de könnten sich alle Interessierten ab dem 17. Juni umfassend informieren, aber auch diverse Informationsveranstaltungen in Schulen seien geplant.
Dass der Apothekermangel eine ernst zu nehmende Angelegenheit sei, bestätigt auch Marco Goretzki, Inhaber von zwei Apotheken in Bremen-Nord: „Ich bin mittlerweile 20 Jahre berufstätig und kann aus Erfahrung sagen, dass man jahrelang nach Mitarbeitern mit entsprechender Ausbildung suchen muss.“ Dieser Zustand wirke sich erheblich auf seine Arbeit aus: Mit der steigenden Arbeitsbelastung sei auch an Freizeit immer weniger zu denken.
Warum die Apotheker Bremens sich heute in einer solchen Lage befinden, läge seiner Meinung nach nicht unbedingt am Desinteresse der Bremer an der Pharmazie: Es sei eher ein strukturelles Problem. Goretzki: „Bremen hat keine Fakultät, an welcher Pharmazie gelehrt wird. Die angehenden Studierenden müssen Bremen verlassen, um studieren zu können.“ Die Chancen, dass sie nach dem Studium zurückkehrten, seien gering.
Insbesondere in Bremen-Nord sei die Lage drastisch. „Bremen-Nord ist mittlerweile eine Schlafstadt geworden“, sagt Goretzki. Viele Leute arbeiteten lieber in der Innenstadt oder pendelten jeden Morgen in eine andere Stadt. Das habe nicht unbedingt etwas mit den Gehältern oder mit der Attraktivität des Berufes zu tun, sondern mit der Infrastruktur des Gebietes: Im Vergleich zu Bremen-Nord locke die Innenstadt mit zahlreichen Restaurants, Kneipen, Kinos und Einkaufsmöglichkeiten.
Es müsse also nicht nur für den Berufsstand des Apothekers an sich geworben werden, sondern auch für die Vorzüge Bremens und seiner Umgebung, weiß auch Justus. In erster Linie sei es aber wichtig, über die Attraktivität des Berufsstandes zu informieren. Aber auch die Vielfältigkeit der Berufsmöglichkeiten gilt es aufzuzeigen: Pharmazie bedeute nicht ausschließlich öffentliche Apotheke. Auch Berufe bei Behörden, wissenschaftlichen Einrichtungen und in der pharmazeutischen Industrie seien durchaus üblich. Das sei den meisten Menschen allerdings gar nicht so bewusst.
„Wo keine Information, da kein Interesse“, sagt die Kammergeschäftsführerin. Genau dies wollten die Apotheken mit der bevorstehenden Aktion ändern. Justus: „Auch wenn Bremen keine Fakultät für Pharmazie besitzt, ist es unerlässlich, auf die Berufsmöglichkeiten aufmerksam zu machen und Interessierten die Gelegenheit zu bieten, die Wahl zu haben.“ Eine Wahl für einen Heilberuf, der eine breite naturwissenschaftliche Ausbildung bietet und ein wesentlicher Bestandteil des Gesundheitswesens ist.

Bremen, 2. Juni 2010 – Sie wollen ihre geistige Fitness steigern und greifen zu Medikamenten, die eigentlich für Kranke gedacht sind: Zahlreiche Berufstätige schlucken Pillen, um leistungsfähiger und stressresistenter zu sein. In Deutschland sind es vor allem Arzneien gegen Narkolepsie – einer Schlafkrankheit –, die bei den „Kopfdenkern“ hoch im Kurs stehen: Konzentrationsmängel und Erschöpfungszustände sollen sie verbessern. Dass diese Arzneimittel kaum an „gesunden“ Probanden getestet wurden und Nebenwirkungen nur schwer einschätzbar sind, scheint die Konsumenten nicht zu beunruhigen.
Es ist die Angst auf der Strecke zu bleiben, arbeitslos zu sein oder einfach nicht genügend Anerkennung zu erhalten, die viele Menschen mit Tabletten zu unterdrücken versuchen. „In unserer Leistungsgesellschaft hat man zu funktionieren“, sagt Dr. Isabel Justus, Geschäftsführerin der Apothekerkammer Bremen. Das habe derzeit einen gefährlichen Trend zur Folge hat – bei Berufstätigen und sogar bei Schülern und Studenten: den Trend zum Medikamenten-Missbrauch, der in den USA bereits seit einigen Jahren gängig ist. Justus: „Arzneimittel, die teilweise schwere Krankheiten heilen sollen, werden ohne Indikation eingenommen, um die Stimmung aufzupolieren und den Geist anzuregen.“
„Neuro-Enhancement“ oder Hirn-Doping nenne sich der neue „Lifestyle“, der vor allem unter Akademikern verbreitet sei. „Das fängt schon mit der Einnahme von Koffeintabletten an, geht über Schmerzmittel, bis hin zu Betablockern wie Metoprolol – einem Medikament gegen Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz“, so die Geschäftsführerin. Aber auch vor Analeptika wie das Präparat Ritalin schreckten die Kopfdenker nicht zurück. Justus: „Der darin enthaltende Wirkstoff Methylphenidat ist normalerweise zur Behandlung von Konzentrationsstörungen oder dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADHS) bei Kindern gedacht – keinesfalls aber zur Leistungssteigerung.“
Weiterer Spitzenreiter in Sachen Hirn-Doping sei zudem der Wirkstoff Piracetam, der speziell für Demenz-Erkrankungen entwickelt wurde und hirnorganische Leistungsstörungen verbessern soll. „Der Blockbuster unter den leistungssteigernden Pillen ist allerdings Modafinil – ein Wirkstoff gegen Narkolepsie, der Schlafkrankheit“, betont Justus. Er habe eine ähnliche leistungssteigernde Wirkung wie Amphetamine und wirke gegen den erhöhten Schlafdrang. Wie alle anderen Arzneimittel, sei auch dieser Wirkstoff verschreibungspflichtig – was heutzutage leider keine Hürde mehr sei: Was der Konsument nicht rezeptfrei in der Apotheke bekommt, beschafft er sich über illegale Anbieter im Internet.
Arzneimittel ohne Krankheitssymptome einzunehmen, nur weil sie positive Nebeneffekte haben, sei nicht der richtig Weg. Das verursache auf Dauer mehr Beschwerden als die Betroffenen ohnehin schon hätten. Eine Langzeitanwendung könne zu Suchtverhalten führen, ohne dass das Problem selbst gelöst werde. „Patienten bekämpfen so lediglich die Symptome, suchen aber nicht die Ursache“, so Justus.

Bremen, 3. Mai 2010 – Es hört sich wie ein Aprilscherz an, beruht aber auf Tatsachen: Was für die einen eine rosafarbene oder blaue Blütenpracht im Vorgarten darstellt, ist für die anderen die neue Droge auf „naturbasis“. Derzeit werden die ersten Triebe von Hortensien aus Gärten und auf Balkonen entwendet. Der Grund: In getrockneter und gerauchter Form sollen sie eine mit Haschisch und Marihuana vergleichbare Wirkung haben. Dass der vermeintliche Blumen-Joint eine wirkliche Gefahr ist, wissen die wenigsten: Hortensien enthalten Blausäure, die zu schweren Nebenwirkungen und schlimmstenfalls zum Tode führen kann.
„Seit es sich in der Drogenszene herumgesprochen hat, dass Hortensien ihre Konsumenten in Rauschzustände versetzen, schleichen zur Blütezeit vor allem Jugendliche nachts durch die Gärten und schneiden Triebe von Hortensien ab“, sagt Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen. Das habe nicht nur verärgerte Gartenbesitzer zur Folge, sondern stelle ebenso eine Gefahr für die Konsumenten dar. Klämbt: „Werden Blätter, Blüten und Triebe von Hortensien geraucht, können die Dämpfe starke Vergiftungserscheinungen hervorrufen.“
Was den Konsumenten von Hortensienbestandteilen zunächst in Rauschzustände versetze, sei der Wirkstoff Hydrangin. Dieser rufe Wohlbefinden, Euphorie und Halluzinationen hervor und habe eine betäubende Wirkung. Hortensien enthielten neben Hydrangin aber ebenfalls Blausäureverbindungen, die beim Verbrennen freigesetzt werden. „Atmet der Konsument Blausäure ein, blockiert diese die Zellatmung im Körper, so dass Sauerstoff nicht mehr verwertet werden kann“, so Klämbt. Dies führe zu Bewusstlosigkeit und Störungen des zentralen Nervensystems und könne letztlich lebensbedrohlich sein.
Dass bei Jugendlichen Hortensien als Ersatz-Droge hoch im Kurs stünden, ließe sich leicht erklären. Die Beschaffung sei spielerisch leicht und die Verführung deshalb groß. „Hortensien sind überall frei verkäuflich und wachsen in zahlreichen Gärten, Parks oder auf dem Balkon“, sagt der Kammerpräsident. Zudem fielen Hortensien nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Der Konsum sei somit nicht strafbar. Die Apotheker könnten deshalb nur an die Vernunft der Konsumenten appellieren. Klämbt: „Wer Hortensien raucht, setzt sein Leben aufs Spiel.“
Eine Vielzahl von Extrakten von Drogenpflanzen würden zwar in der Homöopathie eingesetzt – aber hier auch nur stark verdünnt, in einer geringen Potenzierung. „Nur weil sie für therapeutische Zwecke eingesetzt werden, heißt es eben nicht, dass man sie einfach so konsumieren kann“, sagt Klämbt. Pflanzlich sei in keinem Fall mit harmlos gleichzusetzen.
Berlin, 8. Sept. 2010 – Apotheker warnen vor gefälschten Testsiegeln, die nach Medienberichten illegale Online-Apotheken nutzen, um Verbraucher zu täuschen und zu schaden. „Auch bekannte Testsiegel können von skrupellosen Betrügern im Internet nachgemacht werden“, sagt Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände: weiter
Berlin/Eschborn, 7. Sept. 2010 – Wassersportler wie Taucher oder Schwimmer können ihre Ohren mit einem Rezeptur-Arzneimittel aus der Apotheke vor Infektionen schützen. Durch den Kontakt mit Wasser quillt die Haut des Gehörgangs auf und weicht auf. Zudem entstehen besonders durch Meerwasser kleine Risse, durch die Infektionserreger in den äußeren Gehörgang eindringen können. weiter
Urlaubszeit - Reisezeit - und damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit Mücken oder Zecken in Kontakt ...
Krämpfe vor der Periodenblutung und Unterleibsschmerzen plagen viele Frauen. Neben Schmerzmitteln und ...
Jucken, Spannen, Brennen - ein Drittel bis die Hälfte der deutschen Frauen bezeichnet ihre Haut als empfindlich. ...
Schlapp, müde, unkonzentriert ndash; mit einem niedrigen Blutdruck fühlt man sich nicht leistungsfähig. ...
Fast jeder Erwachsene hat Karies. Bakterien leben auf den Zähnen und bilden in Anwesenheit von Zucker ...
Anwendungsgebiet: Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, leichte krampfartige Magen-Darm-Beschwerden