Vertrauliche Spurensicherung nach Sexualstraftat - notruf Bremen
Personen, die Opfer einer Vergewaltigung geworden sind, können sich in einem Zeitraum von zehn Jahren entscheiden, ob sie die Straftat zur Anzeige bringen wollen. Möglich ist dies durch das Projekt "Vertrauliche Spurensicherung nach Vergewaltigung", das der Klinikverbund GESUNDHEIT NORD gemeinsam mit dem Verein notruf – Psychologische Beratung bei sexualisierter Gewalt e.V., einer Beratungsstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt, auf den Weg gebracht hat.
Es ermöglicht betroffenen Personen, sich nach einer Vergewaltigung vertraulich und kostenfrei im Klinikum Bremen- Mitte, im Klinikum Bremen-Nord und im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide ärztlich untersuchen zu lassen. Dabei sichern geschulte Ärztinnen und Ärzte alle relevanten Spuren wie z.B. Sperma und Hautpartikel. Eine solche DNA-Spurensicherung ist allerdings nur bis zu 72 Stunden nach der Tat möglich. Sollten sichtbare Verletzungen vorhanden sein, können zusätzlich zur Spurensicherung Fotos von den Auswirkungen der körperlichen Gewalt erstellt und archiviert werden. Die gesicherten Spuren und Fotos werden anschließend für bis zu zehn Jahre aufbewahrt.
Weiter Informationen unter:
https://notrufbremen.de/projekte/vertrauliche-spurensicherung