Bremen, 4. Juni 2026: Die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland könnte schneller und effizienter werden, wenn Apothekerinnen und Apotheker mehr Kompetenzen in der Primärversorgung übernehmen würden. Die Apothekenteams sind bereit, diese Verantwortung zu übernehmen und die Primärversorgung gemeinsam mit anderen Gesundheitsberufen aktiv mitzugestalten. Zum bundesweiten Tag der Apotheke am 7. Juni macht die Apothekerkammer Bremen deshalb auf das vielfältige Leistungsspektrum der 118 Apotheken in Bremen aufmerksam – und unterstützt zugleich das neue Positionspapier „Die zukünftige Rolle der Apotheke in der Primärversorgung“ der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Primärversorgung ist auch für die Menschen in Bremen wichtiger als je zuvor, denn es geht um die erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem – also dort, wo Menschen zuerst Hilfe suchen, wo man sie begleitet, berät oder weiterverweist.
Sebstian Köhler, Präsident der Apothekerkammer Bremen sagt: „Bei der Gesundheitsversorgung in Bremen muss der Mensch im Mittelpunkt stehen mit seinem individuellen Versorgungsbedarf. Die Primärversorgung ist als erste Anlaufstelle für alle Patientinnen und Patienten eine entscheidende Säule unseres Gesundheitssystems und wird mit Blick auf den demografischen Wandel immer wichtiger – schließlich wird der Versorgungs- und Beratungsbedarf der Menschen in den kommenden Jahren stetig steigen. Das Leitprinzip muss immer ein koordiniertes Zusammenwirken aller Apotheken, Arztpraxen, Kliniken und anderer sein, das sich konsequent am Bedarf der Patientinnen und Patienten ausrichtet. Die Apotheken leisten dazu schon jetzt einen wesentlichen Beitrag – und wollen künftig noch stärker eingebunden sein: Die Apotheken in Bremen sind flächendeckend und wohnortnah vorhanden, niedrigschwellig rund um die Uhr erreichbar und bieten jederzeit und überall eine hochqualifizierte Beratung.“
Schon heute bieten viele Apotheken in Bremen neben der Abgabe von Medikamenten auch viele andere Dienstleistungen an. So dürfen Apotheken gegen Grippe (Influenza) und Corona (COVID-19) impfen – und auch besondere pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) anbieten. Dazu zählt die „Erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation“. Mit dem in Kürze in Kraft tretenden Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) werden weitere Dienstleistungen und Impfungen dazukommen.
Seit 1998 ruft die ABDA jährlich den bundesweiten Tag der Apotheke aus. Jeweils am 7. Juni wird die Öffentlichkeit auch in Bremen auf das vielfältige Leistungsspektrum und die gesundheitliche Bedeutung der Vor-Ort-Apotheken hingewiesen.
Berlin, 10. Juli 2026 – Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker begrüßen einzelne Neuerungen in der Arzneimittelversorgung, die am heutigen Freitag im Bundesrat im Rahmen einer Verordnung beschlossen werden sollen. Zugleich lehnen sie die finanzielle Schwächung der Apotheken ab, die ebenfalls am heutigen Freitag wenige Kilometer entfernt im Bundestag per Gesetz auf den Weg gebracht werden soll.
Berlin, 7. Juli 2026 – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ruft die Bundestagsabgeordneten dringend dazu auf, von einer neuen finanziellen Belastung der rund 16.000 Apotheken abzusehen. Hintergrund ist: Am morgigen Mittwoch berät der Gesundheitsausschuss des Bundestages über das Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz).
Berlin, 18. Juni 2026 – Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker unterstützen das Ziel, die Finanzierung der Krankenkassen zu stabilisieren. Zugleich kritisieren sie eine geplante, erneute wirtschaftliche Belastung der Apotheken. Denn nach Jahren der chronischen Unterfinanzierung sind weitere Belastungen schlichtweg überproportional und gefährlich. Das schreibt die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in ihrer heutigen Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz).