München, 16. September 2026 – Die Hauptversammlung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker hat sich am heutigen Mittwoch beim Deutschen Apothekertag in München zu einer offenen, vielfältigen und demokratischen Gesellschaft bekannt. In einer Resolution, die mit überwältigender Mehrheit angenommen wurde, heißt es: „Apotheken sind Orte der Gesundheitsversorgung für alle Menschen. In öffentlichen Apotheken und Krankenhausapotheken begegnen wir Patientinnen und Patienten in ihrer ganzen persönlichen und gesellschaftlichen Vielfalt mit Respekt, Offenheit und fachlicher Verantwortung. Vielfalt prägt den Alltag unseres Berufsstandes, unsere Teams und die Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen. Ein offenes und wertschätzendes Miteinander stärkt die Versorgung und unsere Gesellschaft.“
Die Hauptversammlung verweist darauf, dass Apothekerinnen und Apotheker als Heilberuflerinnen und Heilberufler eine besondere Verantwortung für die Würde und Gesundheit der Menschen tragen. Und weiter: „Daraus folgt für uns ein klares Bekenntnis zu Menschlichkeit, Toleranz, Freiheit, Gleichberechtigung und zur freiheitlich demokratischen Grundordnung. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen und zunehmender Polarisierung wollen Apotheken Orte des Vertrauens, der Begegnung und des respektvollen Miteinanders sein.“ Eine verlässliche Gesundheitsversorgung brauche Vertrauen, heißt es weiter: „Der Deutsche Apothekertag bekennt sich zu einer offenen, vielfältigen und demokratischen Gesellschaft und zu einer pharmazeutischen Versorgung, die jedem Menschen mit gleicher Achtung begegnet. Menschlichkeit kennt keine Ausgrenzung. Vielfalt ist unsere Stärke. Demokratie ist unsere gemeinsame Verantwortung.“
Weitere Informationen unter www.abda.de
Berlin, 15. Oktober 2026 – Die Bundesapothekerkammer hat ein Strategiepapier zur Krisenvorsorge durch Apotheken erarbeitet und beschlossen. Verabschiedet wurde es zudem vom Vorstand der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
Berlin, 13. Oktober 2026 – Der Deutsche Apothekerverband (DAV) begrüßt, dass die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten mit Zytostatika gesichert bleibt, indem keine Ausschreibungen unter Apotheken eingeführt werden. Dagegen lehnt der Verband weiterhin die geplante Einführung von Ausschreibungen für Hilfsmittel ab, weil sie erhebliche Risiken für die Versorgung von Patientinnen und Patienten bergen.
Berlin, 30. September 2026 – Der Deutsche Apothekerverband (DAV) lehnt die Wiedereinführung von Ausschreibungen bei der Versorgung mit patientenindividuell hergestellten Krebsarzneimitteln (Zytostatika) und Hilfsmitteln vehement ab. Entsprechende Regelungen, die bereits in den Jahren 2016 und 2017 galten, sollen nach bekannt gewordenen Änderungsanträgen zum Notfallreformgesetz für zusätzliche Einsparungen bei der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sorgen. Der DAV warnt jedoch vor erheblichen Risiken für die Versorgung.