Schladming, 23. Januar 2025 – Der Wunsch von Patientinnen und Patienten, selbst aktiv gegen ihre Krebserkrankung zu kämpfen, ist verständlich. Etwa die Hälfte aller Patientinnen und Patienten mit malignen Erkrankungen nimmt zusätzlich zur ärztlich verordneten Therapie Mikronährstoffe, Heilpflanzen oder ähnliches ein. „Es gibt aber keine einzige natürliche Substanz, die ohne Nebenwirkungen Krebs bekämpft“, sagte Professorin Dr. med. Jutta Hübner von der Universität Jena beim Fortbildungskongress pharmacon der Bundesapothekerkammer.
„Leider sind die Angebote der alternativen Medizin weitverbreitet. Bestenfalls kosten sie Geld, schaden aber nicht. Aber das Schadenspotenzial ist gerade bei Krebserkrankungen groß. In der Arztsprechstunde oder der Apotheke bekommen Patientinnen und Patienten seriöse und kompetente Informationen zur Alternativmedizin. Apothekerinnen und Apotheker können unter anderem zu Neben- und Wechselwirkungen beraten.“
Die Komplementäre Medizin bietet evidenzbasierte Möglichkeiten, in enger Abstimmung mit der konventionellen Medizin unter anderem Nebenwirkungen der Tumortherapie zu reduzieren. Als ein Beispiel nannte Hübner Ingwer gegen Übelkeit. Er ist kein Ersatz, aber eine sinnvolle Ergänzung zu synthetischen Arzneimitteln gegen Übelkeit bei einer Krebstherapie.
Von der Einnahme von antioxidativen Nahrungsergänzungsmitteln riet Hübner dringend ab, da sie in Studien bei Krebserkrankungen die Therapieerfolge beeinträchtigen. Die Einnahme von Vitamin B12, Vitamin D oder Folsäure empfiehlt die Expertin ausschließlich, wenn bei einer Blutuntersuchung zuvor ein Mangel festgestellt wurde. Bei der isolierten Einnahme von sekundären Pflanzenstoffen wie zum Beispiel Curcumin rechnet sie bei hohen Mengen ebenfalls mit negativen Folgen.
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Berlin, 21. September 2026 – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände begrüßt, dass das Apothekenreformpaket der Bundesregierung nun vollständig in Kraft treten kann. Mit der Verkündung der „Verordnung zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung und weiterer Verordnungen“ im Bundesgesetzblatt ist nun auch der letzte von drei Teilen des Apothekenreformpakets abgeschlossen.
München, 17. September 2026 – ABDA-Präsident Thomas Preis hat den Deutschen Apothekertag (DAT) 2026 in seiner Schlussrede als einen „Apothekertag des Aufbruchs“ bezeichnet und sich bei den Delegierten der Hauptversammlung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker für deren Mitarbeit bedankt.
München, 17. September 2026 – Bei der Primärversorgung können die Apotheken eine wichtige Rolle übernehmen. Dies war ein Fazit des gestrigen Themenforums „Gemeinsam besser versorgen: Die Primärversorgung der Zukunft“ beim diesjährigen Deutschen Apothekertag in München.