Düsseldorf, 16. September 2025 – Eine zukunftsfähige und innovative Arzneimittelversorgung für die Menschen in Deutschland kann nur mit wirtschaftlich gesunden Apotheken funktionieren. „Zukunft ist nur möglich mit wirtschaftlich stabilen Apotheken“, sagte Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), zur heutigen Eröffnung der pharmazeutischen Fachmesse Expopharm in Düsseldorf: „Wenn wir auch in Zukunft eine wohnortnahe, sichere, niedrigschwellige und menschliche Arzneimittelversorgung aus den Apotheken vor Ort wollen, dann müssen wir heute die notwendigen Rahmenbedingungen dafür schaffen. Die Hauptursache der wirtschaftlichen Instabilität der Apotheken ist die seit Jahren fehlende Anpassung unserer Vergütung.“ Der DAV fordert daher, das Festhonorar pro rezeptpflichtigem Medikament anzuheben und die Beschränkung von Skonti schnellstmöglich aufzuheben. Dies sei durch eine Änderung der Arzneimittelpreisverordnung möglich, so dass es kein langes Gesetzgebungsverfahren brauche, sagte Hubmann.
Der DAV-Vorsitzende machte zudem auf den hohen Stellenwert der pharmazeutischen Fachkräfte aufmerksam, die einerseits das größte Kapital jeder Apotheke seien, aber eben auch ein relevanter Kostenfaktor: „Wir wollen und müssen unseren hochqualifizierten Apothekenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern faire Gehälter zahlen und gute Arbeitsbedingungen bieten. Andernfalls wird sich die Personalknappheit in den Apotheken weiter verschärfen. Schon jetzt liegen die Gehälter für PKA und PTA aufgrund der wirtschaftlichen Lage nur unwesentlich über dem derzeitigen Mindestlohn. Eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns – so nachvollziehbar sie sein mag – ohne eine gleichzeitige deutliche Anpassung der Apothekenvergütung wird die wirtschaftliche Lage der Apotheken erneut verschärfen. Die Politik darf nicht einerseits den Apotheken steigende Lasten aufbürden – und andererseits die Luft zum Atmen abschnüren. Das ist nicht nachhaltig, nicht gerecht – und auch nicht zukunftsfähig.“
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Berlin, 8. April 2026 – Die von der Bundesregierung geplante Neuregelung zu Zweigapotheken wird die Arzneimittelversorgung der Menschen verschlechtern und den Verbraucher- und Patientenschutz aushöhlen. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände fordert deshalb den Bundestag auf, die Neuregelung zu Zweigapotheken im derzeit beratenen Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) ersatzlos zu streichen.
Berlin, 30. März 2026 – Zur heutigen Veröffentlichung der „Empfehlungen zur Stabilisierung des GKV-Beitragssatzes“ der Finanzkommission Gesundheit äußert sich Thomas Preis, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, wie folgt: „Es ist richtig und wichtig, dass die Bundesregierung in den kommenden Monaten Prozesse anstoßen will, mit denen die Finanzierung der Krankenkassen gesichert werden soll. Die Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit für diesen Reformprozess nehmen wir zur Kenntnis, warnen aber gleichzeitig vor negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität.“
Berlin, 27. März 2026 – Die Bundesapothekerkammer (BAK) begrüßt, dass das Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen beschleunigt wird und damit auch dem Fachkräftemangel in der Pharmazie entgegenwirken kann.