Düsseldorf, 16. September 2025 – ABDA-Präsident Thomas Preis hat den Deutschen Apothekertag (DAT) mit einer vehementen Forderung nach besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Apotheken eröffnet: „Das Apothekennetz wird immer dünner. Die kürzlich veröffentlichen Halbjahreszahlen der ABDA zeigen, dass die Apothekenzahl inzwischen unter 16.900 gefallen ist. Die Leidtragenden sind Patientinnen und Patienten. Das darf so nicht weitergehen! Apotheken gehören klar und eindeutig zur Daseinsvorsorge. Diese wird im Bereich Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger und muss auch angesichts der dringend notwendigen Resilienz in Krisensituationen deutlich gestärkt werden.“
Preis erinnerte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die am heutigen Dienstag zur Eröffnung des DAT angereist war, an den Koalitionsvertrag: „Die Aussagen im Koalitionsvertrag sind klar und deutlich formuliert. Dort steht: ‚Wir erhöhen das Apothekenpackungsfixum einmalig auf 9,50 Euro. In Abhängigkeit vom Versorgungsgrad kann es insbesondere für ländliche Apotheken in einem Korridor bis zu 11 Euro betragen.‘ Die Apothekerschaft ist zuversichtlich, dass das auch so umgesetzt wird.“ Diesbezüglich wies der ABDA-Präsident auch darauf hin, dass die seit Jahren steigenden Kosten von immer mehr Apotheken nicht mehr oder kaum noch gestemmt werden könnten: „Allein in den vergangenen zehn Jahren sind die Kosten für die Apotheken um über 60 Prozent gestiegen, die Personalkosten sogar um 80 Prozent.“
In ihrem Grußwort bekannte sich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zu den im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zur Stärkung der Apotheken: „Mein Ziel ist es, die Vorgaben aus dem Koalitionsvertrag vollständig umzusetzen. Aber Politik handelt nicht im Reinraum.“ Mit Blick auf die im Koalitionsvertrag versprochene Anhebung des Apothekenhonorars pro rezeptpflichtigem Medikament verwies sie allerdings auf die schwierige Finanzlage der Krankenkassen. „In diesem Jahr kann ich Ihnen die Anhebung des Fixums nicht versprechen, aber wir werden es für das nächste Jahr auf Wiedervorlage legen“, so die Ministerin. Dagegen nannte sie auch konkrete Maßnahmen für das geplante Apothekengesetz u.a. die Wiedereinführung handelsüblicher Skonti, eine Verhandlungslösung für das Apothekenhonorar, eine Erhöhung der Notdienstpauschale, den Ausschluss von Nullretaxationen wegen Formfehlern, die Flexibilisierung von Öffnungszeiten sowie eine Erweiterung von Austauschoptionen bei Lieferengpässen.
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Berlin, 8. April 2026 – Die von der Bundesregierung geplante Neuregelung zu Zweigapotheken wird die Arzneimittelversorgung der Menschen verschlechtern und den Verbraucher- und Patientenschutz aushöhlen. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände fordert deshalb den Bundestag auf, die Neuregelung zu Zweigapotheken im derzeit beratenen Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) ersatzlos zu streichen.
Berlin, 30. März 2026 – Zur heutigen Veröffentlichung der „Empfehlungen zur Stabilisierung des GKV-Beitragssatzes“ der Finanzkommission Gesundheit äußert sich Thomas Preis, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, wie folgt: „Es ist richtig und wichtig, dass die Bundesregierung in den kommenden Monaten Prozesse anstoßen will, mit denen die Finanzierung der Krankenkassen gesichert werden soll. Die Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit für diesen Reformprozess nehmen wir zur Kenntnis, warnen aber gleichzeitig vor negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität.“
Berlin, 27. März 2026 – Die Bundesapothekerkammer (BAK) begrüßt, dass das Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen beschleunigt wird und damit auch dem Fachkräftemangel in der Pharmazie entgegenwirken kann.