Düsseldorf, 17. September 2025 – ABDA-Präsident Thomas Preis hat die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums, die Versorgungskompetenzen der Apothekerinnen und Apothekern zu erweitern, begrüßt. Beim Themenforum „Gesundheitsversorgung im Fokus – Herausforderungen gemeinsam meistern“, das am heutigen Mittwoch im Rahmen des Deutschen Apothekertages stattfand, sagte der ABDA-Präsident: „Entscheidend ist, dass wir gemeinsam im Gesundheitssystem die Gesundheitskompetenz von Bürgerinnen und Bürgern steigern. Ein Mückenstich oder ein wunder Po beim Kind müssen nicht zwangsläufig zu einem Besuch beim Kinderarzt führen. Die Beratung in der öffentlichen Apotheke hilft bei leichten Erkrankungen und kann so auch die Ärzteschaft entlasten.“
In einem „Fahrplan für eine Apothekenreform“ hatte das Bundesgesundheitsministerium am gestrigen Dienstag erweiterte Kompetenzen für die Apotheken in der Primärversorgung angekündigt. Wörtlich heißt es in dem Papier: Die Apotheken sollen künftig noch besser für die Gesundheitsversorgung genutzt werden und so auch Arztpraxen entlasten. Durch ihren niedrigschwelligen Zugang sind Apotheken prädestiniert, eine wichtige Rolle im Bereich Prävention einzunehmen.“
Der ABDA-Präsident stellte allerdings klar, dass er die strikte Trennung zwischen Arzneimittelverordnung und -abgabe nicht aufweichen wolle. Preis wörtlich: „Die Verordnung muss dem Arzt vorbehalten bleiben. Auch die Verschreibungspflicht darf nicht ausgehebelt werden. Wenn Apotheker im Einzelfall auf Antibiotika zurückgreifen müssen, dann muss das Antibiotikum zuvor rechtlich als rezeptfrei eingestuft werden.“ Preis weiter: „Uns geht es aber insbesondere auch darum, chronische Patientinnen und Patienten zu helfen, indem wir eine kontinuierliche Versorgung bei dringendem Bedarf sicherstellen. Die neuen Aufgaben der Apotheken sind medizinisch und pharmazeutisch sicher, wenn sie sich aus der elektronischen Patientenakte ableiten lassen und dort dokumentiert werden.“ Die Patientensicherheit sei zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.
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Berlin, 8. April 2026 – Die von der Bundesregierung geplante Neuregelung zu Zweigapotheken wird die Arzneimittelversorgung der Menschen verschlechtern und den Verbraucher- und Patientenschutz aushöhlen. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände fordert deshalb den Bundestag auf, die Neuregelung zu Zweigapotheken im derzeit beratenen Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) ersatzlos zu streichen.
Berlin, 30. März 2026 – Zur heutigen Veröffentlichung der „Empfehlungen zur Stabilisierung des GKV-Beitragssatzes“ der Finanzkommission Gesundheit äußert sich Thomas Preis, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, wie folgt: „Es ist richtig und wichtig, dass die Bundesregierung in den kommenden Monaten Prozesse anstoßen will, mit denen die Finanzierung der Krankenkassen gesichert werden soll. Die Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit für diesen Reformprozess nehmen wir zur Kenntnis, warnen aber gleichzeitig vor negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität.“
Berlin, 27. März 2026 – Die Bundesapothekerkammer (BAK) begrüßt, dass das Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen beschleunigt wird und damit auch dem Fachkräftemangel in der Pharmazie entgegenwirken kann.