Berlin, 26. September 2025 – Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) feiert ihr 50-jähriges Jubiläum. Bei einer Festveranstaltung am gestrigen Donnerstag in Berlin sagte ABDA-Präsident Thomas Preis: „Ein halbes Jahrhundert im Dienst der Arzneimitteltherapiesicherheit – das ist nicht nur ein runder Geburtstag, das ist ein Meilenstein. Die AMK sammelt, bewertet und kommuniziert Informationen über Nebenwirkungen, Qualitätsmängel und weiteren Risiken von Arzneimitteln. Damit trägt sie entscheidend dazu bei, dass die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu den sichersten der Welt gehört. Die AMK ist ein Symbol für das, was unseren Berufsstand ausmacht: wissenschaftliche Kompetenz, Verantwortung für die Patientinnen und Patienten und gelebte Arzneimitteltherapiesicherheit.“ Am 26. August 1975 hatte sich die AMK in Frankfurt am Main konstituiert. Seit 2019 sitzt die Geschäftsstelle im neuen Deutschen Apothekerhaus in Berlin.
AMK-Vorsitzender Prof. Dr. Martin Schulz bedankte sich in seiner Festrede beim hauptamtlichen Team der AMK und erläuterte die Leistungen der AMK: „Wir sind in der Lage, Medikamente aus Apotheken in ganz Deutschland innerhalb weniger Stunden zurückzurufen, wenn dies die Patientensicherheit erfordert.“ Es sei unter anderem auch der AMK zu verdanken, dass die Apotheken und Arztpraxen rund 900.000 Menschen in Deutschland vom Wirkstoff Valsartan – wegen des Verdachts auf krebserregende Nitrosamine – auf andere Blutdrucksenker umstellen konnten, so Schulz. „Wir brauchen die Expertise der AMK“, sagte auch Prof. Dr. Werner Knöss, Vizepräsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Bei der Künstlichen Intelligenz und anderen Herausforderungen sei ein „konstruktiver Dialog“ mit der AMK wichtig, so Knöss. An der Feier nahmen auch Dr. Georg Kippels, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Prof. Dr. Heyo Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin, und Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer, teil.
Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) ist eine Fachkommission der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. In ihr kommen Expertinnen und Experten aus öffentlichen Apotheken, Krankenhausapotheken, Medizin, Forschung und Lehre sowie Bundeswehrpharmazie zusammen. Die Geschäftsstelle der AMK bearbeitet als Pharmakovigilanz-Zentrum der deutschen Apothekerschaft die ihr spontan gemeldeten Berichte zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) sowie zu Qualitätsmängeln (QM). Als Stufenplanbeteiligte Institution nach § 63 Arzneimittelgesetz (AMG) informiert sie die Apotheken über neu bekanntgewordene Risiken zu Arzneimitteln sowie entsprechende Abwehrmaßnahmen.
Weitere Informationen unter www.arzneimittelkommission.de
Ansprechpartner:
Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, b.rohrer@abda.de
Christian Splett, Stv. Pressesprecher, 030 40004-137, c.splett@abda.de
Berlin, 10. Juli 2026 – Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker begrüßen einzelne Neuerungen in der Arzneimittelversorgung, die am heutigen Freitag im Bundesrat im Rahmen einer Verordnung beschlossen werden sollen. Zugleich lehnen sie die finanzielle Schwächung der Apotheken ab, die ebenfalls am heutigen Freitag wenige Kilometer entfernt im Bundestag per Gesetz auf den Weg gebracht werden soll.
Berlin, 7. Juli 2026 – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ruft die Bundestagsabgeordneten dringend dazu auf, von einer neuen finanziellen Belastung der rund 16.000 Apotheken abzusehen. Hintergrund ist: Am morgigen Mittwoch berät der Gesundheitsausschuss des Bundestages über das Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz).
Berlin, 18. Juni 2026 – Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker unterstützen das Ziel, die Finanzierung der Krankenkassen zu stabilisieren. Zugleich kritisieren sie eine geplante, erneute wirtschaftliche Belastung der Apotheken. Denn nach Jahren der chronischen Unterfinanzierung sind weitere Belastungen schlichtweg überproportional und gefährlich. Das schreibt die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in ihrer heutigen Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz).