Berlin, 23. Dezember 2025 – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bringt höhere Zuzahlungen für Arzneimittel ins Gespräch, um die gesetzlichen Krankenkassen finanziell zu entlasten. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände lehnt diesen Vorschlag entschieden ab.
„Wir stehen fest an der Seite der Patientinnen und Patienten. Gesundheit darf keine Frage des Geldbeutels sein“, erklärt ABDA-Präsident Thomas Preis. „Höhere Zuzahlungen bergen die reale Gefahr, dass sich viele Menschen medizinisch notwendige Arzneimittel aus finanziellen Gründen nicht mehr leisten können.“ Die Folge wären Therapieabbrüche, eine Verschleppung von Erkrankungen und am Ende höhere Kosten für das Gesundheitssystem – statt der erhofften Entlastung der Krankenkassen.
Zuzahlungen kommen ausschließlich den Krankenkassen zugute. „Wenn die Politik an diesem Instrument festhält, dann müssen die Krankenkassen die Zuzahlungen auch selbst bei ihren Versicherten einziehen“, fordert Preis. „Es kann nicht sein, dass Apotheken zusätzlich belastet werden, während ihre wirtschaftliche Situation ohnehin angespannt ist.“
Die ABDA appelliert an die Bundesregierung, von höheren Zuzahlungen abzusehen und stattdessen nachhaltige, solidarische Lösungen zur Finanzierung des Gesundheitssystems zu entwickeln – ohne Patientinnen und Patienten sowie Apotheken weiter unter Druck zu setzen.
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Hamburg / Berlin, 12. Mai 2026 – Die Bundesapothekerkammer (BAK) will die Weiterqualifizierung von Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen und Assistenten (PTA) vorantreiben. In einem ersten Schritt wurde heute von der BAK-Mitgliederversammlung in Hamburg das Curriculum für die Praxisanleitung verabschiedet, das PTA zusätzlich pädagogisch qualifiziert, um PTA-Auszubildenden die notwendigen beruflichen Handlungskompetenzen zu vermitteln.
Berlin, 8. Mai 2026 – Ab dem 1. Juli 2026 könnten viele Patientinnen und Patienten die assistierte Telemedizin in Apotheken in Anspruch nehmen. Davon geht der Deutsche Apothekerverband (DAV) aus, nachdem jetzt ein notwendiges Schiedsverfahren die entsprechende Vergütung festgelegt hat. Laut Sozialgesetzbuch haben Versicherte einen Anspruch darauf.
Berlin, 5. Mai 2026 – Die Umsatzrendite einer durchschnittlichen Apotheke ist auf ein neues Tief gesunken. Im Jahr 2025 machte das steuerliche Betriebsergebnis einer durchschnittlichen Apotheke nur 4,2 Prozent ihres Netto-Umsatzes in Höhe von 4,00 Millionen Euro aus. Im Jahr davor (2024) waren es noch 4,4 Prozent gewesen, zehn Jahre zuvor (2015) sogar 6,5 Prozent.