Schladming, 20. Januar 2026 – Das Potential der Apotheken sollte bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch stärker genutzt werden. Professor Dr. med. Dirk Westermann, Ärztlicher Direktor des Universitäts-Herzzentrums Freiburg / Bad Krozingen: „Apotheker könnten Leben retten: Nur etwa ein Fünftel der Patientinnen und Patienten mit hohem Blutdruck werden gut kontrolliert behandelt. Nur jeder zweite Mann mit Bluthochdruck ist diagnostiziert, bei Frauen nur etwa 60 Prozent. Als Kardiologe begrüße ich, wenn Apotheker im Rahmen der Primärprävention die Blutdruckwerte bei Menschen messen, die noch nichts von ihrer Herz-Kreislauf-Erkrankung wissen.“
Westermann sprach beim Fortbildungskongress pharmacon der Bundesapothekerkammer über die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Behandlung. Die fünf wichtigsten Risikofaktoren sind erhöhter Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, Rauchen und Übergewicht. Westermann: „Apotheken können durch die enge Verzahnung mit Hausärzten und Kardiologen Versorgungslücken schließen und die Versorgung nach einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder bei Herzinsuffizienz verbessern.“ Etwa die Hälfte aller Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien vermeidbar.
Westermann: „Apothekerinnen und Apotheker können die Therapietreue verbessern, wenn sie im Beratungsgespräch den Nutzen von Arzneimitteln verständlich darstellen. Die Angaben zu Nebenwirkungen in der Packungsbeilage können Menschen leicht verunsichern. Zum Beispiel werden die Arzneimittel wie Statine, die die Cholesterinwerte senken, von der überwiegenden Mehrheit der Patientinnen und Patienten gut vertragen. Nur wenige Menschen erleben Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen. Wenn Apothekerinnen und Apotheker darüber aufklären, werden sich viele Menschen hoffentlich dazu entscheiden, ihre Medikamente wie vorgesehen einzunehmen.“
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland weiterhin die häufigste Todesursache und verursachen eine enorme Krankheitslast. In Deutschland bestehen trotz guter Gesundheitsstrukturen große Versorgungslücken.
Mehr Informationen auf www.abda.de
Ansprechpartner:
Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, b.rohrer@abda.de
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, 030 40004-134, u.sellerberg@abda.de
Berlin, 11. Februar 2026 – Der Deutsche Apothekerverband (DAV) begrüßt ein Urteil des Bundessozialgerichtes (BSG) über die Preisbildung bei Rezepturen. Bei der Abrechnung dieser individuell in der Apotheke angefertigten Arzneimittel dürfen Apotheken demnach nicht nur komplette Packungen von einzeln entnommenen Fertigarzneimitteln, sondern auch komplette Packungen von benötigten Arznei- und Hilfsstoffen ansetzen.
Berlin, 5. Februar 2026 – Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel (ohne Impfstoffe) sind im Jahr 2025 erwartungsgemäß um 4,9 Prozent auf 56,4 Mrd. Euro (inkl. MwSt.) angestiegen. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) auf Basis der Abrechnungsergebnisse von Apothekenrechenzentren.
Schladming, 22. Januar 2026 – Bis zu 20 Prozent der Bundesbürger leiden an einem Reizdarmsyndrom, Frauen häufiger als Männer. Ein Reizdarm äußert sich individuell unterschiedlich, unter anderem durch Verstopfung, Durchfälle, Blähungen oder Bauchschmerzen.