Berlin, 5. Februar 2026 – Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel (ohne Impfstoffe) sind im Jahr 2025 erwartungsgemäß um 4,9 Prozent auf 56,4 Mrd. Euro (inkl. MwSt.) angestiegen. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) auf Basis der Abrechnungsergebnisse von Apothekenrechenzentren. Die Rahmenvorgaben von GKV-Spitzenverband und Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV), die den Anstieg des Ausgabenvolumens für Arzneimittel auf 4,9 Prozent für 2025 prognostiziert hatten, machen somit eine Punktlandung. Die DAV-Berechnungen belegen zudem, dass die Vergütung der Apotheken weitestgehend stagniert: Im Januar 2025 verringerte zunächst noch ein erhöhter Honorarabschlag zugunsten der GKV die Vergütung. Im Gesamtjahr 2025 sank zudem die für die Vergütung maßgebliche Zahl der abgegebenen Medikamente um 1,5 Prozent auf 749 Millionen. Nur die geringer gewichtete, prozentuale Komponente des Apothekenhonorars konnte ein Absinken der Gesamtvergütung verhindern. Eine genaue Honorarberechnung für 2025 liegt noch nicht vor (2024: 5,84 Mrd. Euro).
„Die Zahlen für das Jahr 2025 zeigen ganz nüchtern: Die Krankenkassen geben mehr Geld für weniger Medikamente aus“, sagt DAV-Vorsitzender Dr. Hans-Peter Hubmann: „Denn neue und innovative Arzneimittel sind oft teurer als ihre Vorgänger. Mit einer bedarfsgerechten Verordnung dieser Arzneimittel lassen Ärztinnen und Ärzte ihre Patientinnen und Patienten am medizinischen Fortschritt teilhaben – und das ist auch gut so.“ Hubmann weiter: „Gar nicht gut ist jedoch, dass die Apotheken als Leistungserbringer nicht am Fortschritt und Wachstum teilhaben, sondern im Gegenteil kaputtgespart werden. Seit 2013 musste jede fünfte Apotheke schließen, weil die Kosten um 65 Prozent gestiegen sind. Damals wurde das Festhonorar auf 8,35 Euro pro Packung festgesetzt, aber seitdem von der Politik nicht mehr angerührt. Trotz eindeutiger Vereinbarung im Koalitionsvertrag, das Festhonorar auf 9,50 Euro zu erhöhen, herrscht Stille im aktuellen Gesetzgebungsverfahren. Wir fordern Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat auf, die Apotheken finanziell zu stärken und eine patientenorientierte Versorgung zu ermöglichen. Damit die Wege für die Menschen zur nächsten Apotheke nicht noch weiter werden.“
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Berlin, 9. Juni 2026 – Mehr als 4 Millionen Bürgerinnen und Bürger müssen mehr als 6 Kilometer bis zur nächsten Apotheke zurücklegen. Damit leben 4,9 Prozent der 82,6 Millionen Menschen in Deutschland in einer mit Arzneimitteln schwach versorgten Region. Die absolute Zahl der vom Apothekenmangel betroffenen Menschen ist in Bayern besonders hoch (knapp 900.000 Menschen), während in Mecklenburg-Vorpommern ein besonders großer Anteil der Bevölkerung (21,7 Prozent) weite Wege bis zur nächsten Apotheke auf sich nehmen muss
Meran, 4. Juni 2026 – Viele Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln, obwohl sie diese oft gar nicht brauchen. „Im Dschungel der Nahrungsergänzungsmittel den Überblick zu behalten ist schwierig – viele Menschen verlassen sich auf unhaltbare Werbeversprechen und glauben fälschlicherweise, unterversorgt zu sein“, sagte Professor Dr. Mona Tawab beim Fortbildungskongress pharmacon Meran.
Berlin, 3. Juni 2026 – Die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland könnte schneller und effizienter werden, wenn Apothekerinnen und Apotheker mehr Kompetenzen in der Primärversorgung übernehmen würden. Die Apothekerinnen und Apotheker sind bereit, hier mehr Verantwortung zu übernehmen und wollen das Thema Primärversorgung gemeinsam mit anderen Gesundheitsberufen aktiv mitgestalten.