Berlin, 13. März 2026 – Immer mehr Menschen in Deutschland profitieren von pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) in den Apotheken. Auch das Angebot in den Apotheken wächst kontinuierlich: Die Dienstleistungen werden inzwischen regelmäßig von mehr als der Hälfte der Apotheken angeboten. Im dritten Quartal 2025 boten rund 8.800 der insgesamt 16.600 Apotheken rund 216.000 pDL an; im dritten Quartal 2024 waren es noch rund 7.900 Apotheken und insgesamt rund 156.000 pDL. „Die pharmazeutischen Dienstleistungen nutzen den Patientinnen und Patienten unmittelbar und verbessern die Versorgung spürbar. Unser Ziel ist es, die Implementierung weiter zu beschleunigen und die Angebote noch besser in der Breite zu verankern“, sagt Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
Die ABDA hat für die bessere Einbindung der Dienstleistungen in den Apothekenalltag verschiedene neue Schulungs- und Informationsmaterialien erarbeitet. Sie sollen den Apothekenteams die Ansprache der Patientinnen und Patienten erleichtern. Schulungs-Videos, Experten-Podcasts, Workshops bei wissenschaftlichen Kongressen und umfangreiches Werbematerial dienen zur weiteren Unterstützung.
Seit 2020 können Apotheken fünf verschiedene pDL anbieten, unter anderem zur richtigen Anwendung von Inhalativa oder zur Medikationsanalyse. Das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) sieht die Etablierung weiterer pDL vor, unter anderem um die Therapietreue zu erhöhen. Das ApoVWG wird derzeit im Bundestag beraten. Preis: „Die pDL sind ein bedeutendes Zukunftsthema. Im April letzten Jahres haben wir in unserem Zukunftskonzept vorgeschlagen, weitere pDL einzuführen – der Gesetzgeber will uns dabei weitgehend folgen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Eine bessere Versorgung gibt es nicht zum Nulltarif. Die Apotheken brauchen ausreichend personelle und finanzielle Ressourcen, um diese zusätzlichen Leistungen anzubieten.“ Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat vor kurzem den Vertrag zur Honorierung der pDL gekündigt, da die 2020 von der Schiedsstelle festgelegten Honorierungen aus Sicht des DAV nicht mehr angemessen sind.
Weitere Informationen unter www.abda.de und https://www.abda.de/pharmazeutische-dienstleistungen/
Berlin, 9. Juni 2026 – Mehr als 4 Millionen Bürgerinnen und Bürger müssen mehr als 6 Kilometer bis zur nächsten Apotheke zurücklegen. Damit leben 4,9 Prozent der 82,6 Millionen Menschen in Deutschland in einer mit Arzneimitteln schwach versorgten Region. Die absolute Zahl der vom Apothekenmangel betroffenen Menschen ist in Bayern besonders hoch (knapp 900.000 Menschen), während in Mecklenburg-Vorpommern ein besonders großer Anteil der Bevölkerung (21,7 Prozent) weite Wege bis zur nächsten Apotheke auf sich nehmen muss
Meran, 4. Juni 2026 – Viele Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln, obwohl sie diese oft gar nicht brauchen. „Im Dschungel der Nahrungsergänzungsmittel den Überblick zu behalten ist schwierig – viele Menschen verlassen sich auf unhaltbare Werbeversprechen und glauben fälschlicherweise, unterversorgt zu sein“, sagte Professor Dr. Mona Tawab beim Fortbildungskongress pharmacon Meran.
Berlin, 3. Juni 2026 – Die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland könnte schneller und effizienter werden, wenn Apothekerinnen und Apotheker mehr Kompetenzen in der Primärversorgung übernehmen würden. Die Apothekerinnen und Apotheker sind bereit, hier mehr Verantwortung zu übernehmen und wollen das Thema Primärversorgung gemeinsam mit anderen Gesundheitsberufen aktiv mitgestalten.