Berlin, 23. März 2026 – Mit bundesweit geschlossenen Apotheken und rund 25.000 Demonstrierenden in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München haben die Apothekenteams ein deutliches Signal ausgesendet. „Apotheken gibt es nicht zum Nulltarif. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Apotheken seit Jahren unterfinanziert sind. Die Folge ist, dass sich das Apothekensterben immer weiter fortsetzt“, sagt Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, der heute auch auf der Kundgebung in Düsseldorf gesprochen hat: „Für die Menschen in Stadt und Land verlängern sich mit jeder geschlossenen Apotheke die Wege zur nächsten heilberuflich geführten Apotheke. Wir fordern deshalb die Bundesregierung auf, das Apothekenhonorar endlich zu erhöhen.“ Preis sagt: „Frau Bundesgesundheitsministerin, handeln Sie jetzt! Stehen sie weiter zu Ihren deutlichen Worten und setzen Sie die Erhöhung des Fixums um! Und ermöglichen Sie den Apotheken endlich jährliche, faire Verhandlungen zu unserem Honorar, damit wir nicht wieder länger als ein Jahrzehnt von steigenden Kosten abgehängt werden. Der Honorarstillstand muss endlich ein Ende haben.“
Die ABDA-Mitgliederversammlung hatte den 23. März zum bundesweiten Protesttag der Apothekerschaft erklärt. Die Apothekerverbände hatten daraufhin alle Inhaberinnen und Inhaber zu Apothekenschließungen aufgerufen. Zudem wurden in den Städten Berlin, Düsseldorf, Hannover und München Kundgebungen und Demonstrationen organisiert. Preis dazu: „Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen für ihr riesiges Engagement! In München hatten wir 3.500 Besucherinnen und Besucher, in Hannover 5.000, in Berlin 6.000 und in Düsseldorf sogar 10.000. Das zeigt, wie sehr die Apotheken durch den Honorarstillstand belastet sind.“ Auf den Protesttag hatten sich die Teams mit ihren mehr als 160.000 Beschäftigten in den vergangenen Wochen mit ABDA-Kampagnenmaterialien vorbereitet. Preis dazu: „Von unserer Kampagnenseite wurden mehr als 150.000 Protestmaterialien heruntergeladen. In den vier Großstädten kamen insgesamt 2.000 Demoschilder, 5.500 Klatschpappen, 7.000 Protestflyer und 2.500 Trillerpfeifen zum Einsatz. Auch das zeigt, wie geschlossen die gesamte Branche hinter unseren Forderungen steht.“ ABDA-Präsident Preis erinnert zudem an die Online-Petition: „Unsere Petition „Apothekensterben stoppen - Koalitionsvertrag jetzt umsetzen!“ auf www.openpetition.de hat inzwischen fast 100.000 Unterschriften erreicht. Das zeigt uns mehr als deutlich: Auch die Bevölkerung steht hinter uns. Die Menschen brauchen die wohnortnahe Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung durch die Apotheken.“
Mehr Infos unter www.abda.de und www.gesundheitsichern.de
Berlin, 9. Juni 2026 – Mehr als 4 Millionen Bürgerinnen und Bürger müssen mehr als 6 Kilometer bis zur nächsten Apotheke zurücklegen. Damit leben 4,9 Prozent der 82,6 Millionen Menschen in Deutschland in einer mit Arzneimitteln schwach versorgten Region. Die absolute Zahl der vom Apothekenmangel betroffenen Menschen ist in Bayern besonders hoch (knapp 900.000 Menschen), während in Mecklenburg-Vorpommern ein besonders großer Anteil der Bevölkerung (21,7 Prozent) weite Wege bis zur nächsten Apotheke auf sich nehmen muss
Meran, 4. Juni 2026 – Viele Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln, obwohl sie diese oft gar nicht brauchen. „Im Dschungel der Nahrungsergänzungsmittel den Überblick zu behalten ist schwierig – viele Menschen verlassen sich auf unhaltbare Werbeversprechen und glauben fälschlicherweise, unterversorgt zu sein“, sagte Professor Dr. Mona Tawab beim Fortbildungskongress pharmacon Meran.
Berlin, 3. Juni 2026 – Die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland könnte schneller und effizienter werden, wenn Apothekerinnen und Apotheker mehr Kompetenzen in der Primärversorgung übernehmen würden. Die Apothekerinnen und Apotheker sind bereit, hier mehr Verantwortung zu übernehmen und wollen das Thema Primärversorgung gemeinsam mit anderen Gesundheitsberufen aktiv mitgestalten.