Meran, 1. Juni 2026 – Die Bundesapothekerkammer (BAK) wird den Apothekerberuf in den kommenden Jahren weiterentwickeln. „Wir werden Verantwortung übernehmen, Versorgung gestalten, Zukunft sichern!” Mit diesem klaren, politischen Signal hat Dr. Armin Hoffmann, Präsident der BAK, am gestrigen Sonntag den Fortbildungskongress pharmacon eröffnet. Konkret kündigte Hoffmann an: „Wir werden unsere Apotheken zu Zentren der Primärversorgung weiterentwickeln. Der Wandel im Gesundheitswesen ist rasant: steigender Versorgungsbedarf, immer komplexere Therapien, Fachkräftemangel und wirtschaftlicher Druck setzen die Apotheken unter erheblichen Druck. Gleichzeitig eröffnen sich neue Chancen für die Pharmazeutinnen und Pharmazeuten in allen Tätigkeitsgebieten. Die Bundesapothekerkammer setzt sich deshalb konsequent für eine Transformation des Berufs ein – fachlich, strukturell und politisch.“
Zentral ist eine verlässliche und faire Honorierung der Leistungen. „Apotheken sind kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Gesundheitsversorgung vor Ort“, betonte Hoffmann. „Ohne stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen kann der gesetzliche Versorgungsauftrag nicht erfüllt werden. Dafür werden wir weiter mit aller Kraft kämpfen.“
Die Bundesapothekerkammer arbeitet parallel zu den derzeitigen Gesetzesvorhaben an der Weiterentwicklung des Apothekerberufs. Neue pharmazeutische Dienstleistungen, erweiterte Aufgaben in der Prävention inklusive Impfen und Arzneimitteltherapiesicherheit eröffnen zusätzliche Perspektiven. Die Apotheken können Lotsen für Patientinnen und Patienten bei digitalen und analogen Gesundheitsangeboten werden.
Der pharmacon Meran steht nicht nur für Fortbildung, sondern für Aufbruch. „Das Fortbildungsprogramm zeigt: Die Pharmazie geht mit großen Schritten voran. Umso wichtiger ist es, dass wir diese Entwicklungen nicht nur begleiten, sondern aktiv mitgestalten“, so Hoffmann. „Diese Chance werden wir nutzen – geschlossen und entschlossen. Unser Ziel eint uns: eine starke Pharmazie für alle Patientinnen und Patienten in Deutschland.“ Dies alles zeigt sich im Programm des pharmacons, bei dem es unter anderem um geschlechtsspezifische Pharmazie und innovative Therapiekonzepte und Arzneiformen geht.
Mehr Informationen auf www.abda.de
Berlin, 9. Juni 2026 – Mehr als 4 Millionen Bürgerinnen und Bürger müssen mehr als 6 Kilometer bis zur nächsten Apotheke zurücklegen. Damit leben 4,9 Prozent der 82,6 Millionen Menschen in Deutschland in einer mit Arzneimitteln schwach versorgten Region. Die absolute Zahl der vom Apothekenmangel betroffenen Menschen ist in Bayern besonders hoch (knapp 900.000 Menschen), während in Mecklenburg-Vorpommern ein besonders großer Anteil der Bevölkerung (21,7 Prozent) weite Wege bis zur nächsten Apotheke auf sich nehmen muss
Meran, 4. Juni 2026 – Viele Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln, obwohl sie diese oft gar nicht brauchen. „Im Dschungel der Nahrungsergänzungsmittel den Überblick zu behalten ist schwierig – viele Menschen verlassen sich auf unhaltbare Werbeversprechen und glauben fälschlicherweise, unterversorgt zu sein“, sagte Professor Dr. Mona Tawab beim Fortbildungskongress pharmacon Meran.
Berlin, 3. Juni 2026 – Die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland könnte schneller und effizienter werden, wenn Apothekerinnen und Apotheker mehr Kompetenzen in der Primärversorgung übernehmen würden. Die Apothekerinnen und Apotheker sind bereit, hier mehr Verantwortung zu übernehmen und wollen das Thema Primärversorgung gemeinsam mit anderen Gesundheitsberufen aktiv mitgestalten.